Hitze und Trockenheit in der Au

Die Weitwörther Au spürt die Hitze dieses Sommers genau wie wir. Hitzeperiode und geringer Niederschlag wirken sich deutlich aus: Nebenarme und kleine Bäche fallen trocken, die Salzach führt wenig Wasser. Bei niedrigem Pegel erwärmt sich das Wasser schneller und enthält weniger Sauerstoff – das belastet Fische, Muscheln und Amphibien. Trockengefallene Kies- und Sandbänke verändern Lebensräume: Muscheln können austrocknen, bodenbrütende Vögel verlieren Deckung. In Resttümpeln steigen Nährstoffkonzentrationen; Algenblüten und Sauerstoffmangel verstärken den Stress. Auch die Vegetation steht unter Trockenstress, wird anfälliger für Schädlinge und bildet weniger Blüten und Samen – das reduziert das Nahrungsangebot für viele Arten. Zusätzlich sinken die Grundwasserstände, was auenabhängige Feuchtstandorte besonders trifft. Die ausgetrocknete Vegetation ist zudem leicht entflammbar – bitte beachten Sie daher die geltende Waldbrandverordnung.

Wir dokumentieren die Entwicklungen fortlaufend und halten Sie hier über Beobachtungen in den Salzachauen auf dem Laufenden.

Schutzgebietsbetreuung
Trockener Weitwörthbach